Flügel stutzen bei Bienenköniginnen
Das Thema „Flügel stutzen“ in der Imkerei
In der konventionellen und Hobbyimkerei greifen manche Imker zu einer umstrittenen Methode: Sie schneiden der Bienenkönigin einen Teil der Flügel ab. Das soll verhindern, dass das Bienenvolk im Falle eines Schwarmtriebs weit wegfliegt, weil die flugunfähige Königin im Gras vor dem Stock landet und der Imker das Volk dort leichter einsammeln kann.
Expertenwissen aus der Praxis: Warum wir die Flügel unserer Königinnen niemals stützen
Wir bei Grega's Imkerei lehnen diesen Eingriff strikt ab. Aus der täglichen Arbeit an unseren 350 Bienenvölkern wissen wir: Eine Königin ist ein Hochleistungswesen und ein wunderbares Lebewesen, dem man keine Körperteile beschneidet. Statt die Symptome des Schwarmtriebs gewaltsam zu unterdrücken, lösen wir das Thema durch eine artgerechte und professionelle Betriebsweise.
Das ist vergleichbar mit einer seriösen Hundezucht: Wenn man sich einen hochwertigen Rassehund vom professionellen Züchter holt, der über Generationen auf beste Charaktereigenschaften selektiert wurde, passt das Wesen einfach. Genau so ist es auch bei unseren Bienen. Wir arbeiten ausschließlich mit hochwertigen Zuchtköniginnen – von denen uns eine einzige im Einkauf teilweise 600 bis 800 Euro wert ist. Diese Königinnen zeichnen sich durch herausragende Eigenschaften aus: Sie sind extrem sanftmütig, freundlich, nicht stechlustig und haben einen kontrollierten Schwarmtrieb. So können wir auch in kurzer Hose an unseren Bienenvölkern arbeiten.
Gepaart mit unserer fachlichen Betriebsweise, bei der wir den Völkern in den Bienenbeuten stets ausreichend Platz bieten, können wir unseren Bienen ein rundum gutes, artgerechtes Zuhause bieten, ganz ohne den Griff zur Schere.
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