Hitzeverarbeitung bei Honig & schonendes Verflüssigen
Was bedeutet Hitzeverarbeitung in der Honigindustrie?
Honig ist ein lebendiges, hochsensibles Naturprodukt voller wertvoller Enzyme, Aminosäuren und Vitamine. In der industriellen Honigproduktion wird Honig oft stark erhitzt, um Prozesse zu beschleunigen. Besonders bei tonnenschweren Großfässern, die in der Industrie verwendet werden, dauert es extrem lange, bis die Hitze überhaupt in den inneren Kern des Fasses vordringt, die äußeren Schichten werden dabei massiv überhitzt. Die Folge: Wertvolle Enzyme werden zerstört und der Honig verliert seine ursprüngliche Lebenskraft.
Expertenwissen aus der Praxis: Warum wir auf natürliche Bienenwärme und Zeit setzen
Wir bei Grega's Imkerei machen das komplett anders. Da wir ein handwerklicher Familienbetrieb aus dem Bergischen Land sind, hat unser Honig vor allem eines: Zeit.
Unser schonender Kreislauf beginnt direkt am Morgen: Wir holen die reifen Honigwaben frisch aus dem warmen Bienenvolk, wo sie durch die natürliche Körperwärme der Bienen eine ideale, behutsame Temperatur haben, und bringen sie direkt in unseren Schleuderraum. Zwar besitzen unsere Schleudern kleine Heizungen, diese dienen jedoch ausschließlich dazu, den Honig im Fluss zu halten, damit er sich überhaupt schleudern lässt, keinesfalls zum Erhitzen. Stets unter 40 °C.
Auch wenn wir bereits abgefüllten Honig, zum Beispiel für unsere beliebten Frucht-im-Honig-Spezialitäten – behutsam wieder verflüssigen müssen, tun wir dies im schonenden Mehrages-Verfahren. Statt schneller, zerstörerischer Hitzewellen arbeiten wir stets langsam und absolut konstant unter 40 °C. Genau dieser handwerkliche Mehraufwand garantiert, dass alle wichtigen Nährstoffe, Enzyme und der volle Geschmack vollständig erhalten bleiben.
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