Imkerei handwerk
Was bedeutet es, eine professionelle Imkerei zu führen in Deutschland?
Die Imkerei wird in der Öffentlichkeit oft romantisiert, doch die harte Realität der landwirtschaftlichen Praxis sieht völlig anders aus. In Deutschland gibt es heute gerade einmal noch rund ca. 60 Vollerwerbsimker. Der Großteil der Bienenhaltung wird hierzulande im Hobbybereich betrieben. Einen echten, landwirtschaftlichen Betrieb im Vollerwerb zu führen, ist ein verdammt harter Weg.
Expertenwissen aus der Praxis: Warum es ein aussterbender Beruf ist – und wir es trotzdem lieben
Als Berufsimker im Bergischen Land kämpft man an vielen Fronten: Die Landwirtschaft ist extrem wetterabhängig, der Druck durch strenge gesetzliche Auflagen in Deutschland wächst stetig, und gleichzeitig drängen günstige Honigimporte aus Nicht-EU-Ländern auf den Markt, die zu Dumpingpreisen nach Europa gepresst werden. Wenn man dann noch deutsche Mindestvorgaben und bürokratische Hürden hinzurechnet, wird schnell klar: Für das große Reichwerden ist das garantiert die falsche Branche.
Wer hier antritt, um schnelles Geld zu machen, scheitert. Aber für uns ist die Imkerei kein normaler Beruf – es ist unsere tiefste Berufung. Wenn man jeden Tag der eigenen Leidenschaft nachgeht, fühlt sich die schwere Arbeit längst nicht mehr nach Arbeit an. Es ist uns jeden Schweißtropfen und jedes Risiko wert, weil es sich für uns absolut richtig anfühlt.
Genau diese Haltung, diese Ehrlichkeit und dieses Herzblut stecken in unseren 350 Bienenvölkern. Und das ist auch der Grund, warum man das am Ende sieht, spürt und schmeckt: Echter Naturhonig aus echter Überzeugung.
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