Hochzeitsflug der Bienenkönigin
Was ist der Hochzeitsflug?
Der Hochzeitsflug ist einer der faszinierendsten und kritischsten Momente im Lebenszyklus eines Bienenvolkes. Wenige Tage nach ihrem Schlupf bricht die junge Bienenkönigin an einem warmen, sonnigen Tag zu ihrem ersten und einzigen Hochzeitsflug auf. Sie fliegt zielgerichtet zu sogenannten „Drohnensammelplätzen“ hoch in der Luft, wo sie von mehreren Drohnen begattet wird. Die Samenzellen speichert sie in einem speziellen Organ (der Spermatheca), um damit für den Rest ihres Lebens – das mehrere Jahre dauern kann – befruchtete Eier zu legen.
Expertenwissen aus der Praxis: Ein Schauspiel und die Kunst der reinen Zucht
Wer dieses Spektakel einmal aus der Nähe beobachten durfte und sieht, wie sich die Drohnen in den Lüften winden und der Königin wie ein rasanter Kometenschweif nachjagen, vergisst diesen Moment nie. Es ist ein unglaubliches Naturschauspiel und ein Gespür für die Kraft der Natur, das man selbst als erfahrener Imker nicht alle Tage unter die Augen bekommt.
Da wir bei Grega's Imkerei an unseren 350 Völkern höchsten Wert auf exzellente Genetik und extreme Sanftmut legen, wissen wir um die Bedeutung dieser Paarung. Da Bienenköniginnen in der freien Natur unkontrolliert Kilometer weit fliegen, gibt es in der professionellen Königinnenzucht einen besonderen Trick: die Inselbegattung.
Dabei werden unbegattete junge Bienenköniginnen in kleinen Schutzkästen auf Inseln (wie z. B. in der Nord- oder Ostsee) transportiert. Der Grund ist einfach: Drohnen fliegen nicht über das offene Meer. Auf diesen sogenannten Inselbelegstellen befinden sich ausschließlich ausgewählte, reinrassige Drohnenvölker. Nur so lässt sich garantieren, dass die Königin dort absolut reinrassig begattet wird, um eine perfekte, unverfälschte Zuchtlinie für die nächsten Generationen zu erhalten.