Metamorphose (Die vollständige Verwandlung der Biene)
Was bedeutet Metamorphose bei Honigbienen?
Unter Metamorphose versteht man in der Biologie die vollständige Gestaltverwandlung eines Tieres von der Larve zum ausgewachsenen Insekten (Imago). Bei der Honigbiene (Apis mellifera) ist dieser Prozess in vier exakte Phasen unterteilt: Ei, Larve, Puppe und erwachsene Biene. Innerhalb von nur etwa 21 Tagen (bei Arbeitsbienen) wandelt sich ein winziges, bein- und flügelloses Ei durch eine atemberaubende biologische Umgestaltung in ein hochkomplexes, flugfähiges Insekt um.
Expertenwissen aus der Praxis: Ein unsichtbares Wunder in unseren Beuten
Wir bei Grega's Imkerei begleiten diesen Kreislauf an unseren rund 350 Bienenvölkern im Bergischen Land Jahr für Jahr mit großer Faszination. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei verbringt die Larve einige Tage im intensiven Wachstum, gefüttert von den fleißigen Ammenbienen. Danach versiegeln die Bienen die Wabe mit einem luftdurchlässigen Wachsdeckel – die Puppenruhe beginnt. Im Verborgenen der verdeckelten Brut, geschützt durch unsere atmungsaktiven Holzbeuten, bildet sich in dieser Zeit alles aus, was eine Biene ausmacht: Facettenaugen, Beine, Flügel und der komplexe Körperbau.
Wenn die junge Biene schließlich den Wachsdeckel durchbricht, beginnt ihr Lebensweg direkt im Bienenstock – vom Innendienst als Ammenbiene über den Wabenbau bis hin zur Sammlerin draußen in der bergischen Natur. Ein perfektes, von der Natur geordnetes System, das wir als Berufsimker mit einer artgerechten Betriebsweise schützen und bewahren.
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